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Rheinerlei im Kölner Zoo

///Rheinerlei im Kölner Zoo

Rheinerlei im Kölner Zoo

Eins vorweg: Ich bin kein großer Zoo-Fan. War ich nie, und werde ich wahrscheinlich auch nie werden. Zum größten Teil spricht aus dieser Haltung wohl meine Erfahrung heraus. Die zoologischen Gärten, die ich in meinem Leben bereits gesehen habe, wiesen meist zweifelhafte Zustände auf und infolgedessen hielt ich mich lieber von solchen Einrichtungen fern. Nun kam mir aber über all die Jahre fast nur positives Feedback zu Ohren, wenn es um den Kölner Zoo ging. Konnte er meine Meinung ändern? Beziehungsweise mich eventuell doch ein wenig Begeisterung empfinden lassen?

Meine Recherche im Vorfeld stimmte mich zumindest positiv. Es freut mich sehr, dass der Zoo seiner institutionellen Verantwortung nachkommt und großen Aufwand im Artenschutz betreibt, sei es auf lokaler oder internationaler Ebene. In Zusammenarbeit mit verschiedensten Organisationen leistet der Kölner Zoo in diesem Segment über Jahre hinweg eine fantastische Arbeit, die auch nachhaltige Früchte trägt. Dies sollte in diesem Kontext nicht unerwähnt bleiben. Denn gute Dinge sind schön, oder nicht?

Der Zoo selbst besticht mit einem riesigen Gelände, auf dem sich über 500 Tierarten wiederfinden. Und ich kann erleichtert resümieren, dass er mir meine Sorgen ein wenig nehmen konnte. Mit dem Elefantenpark beispielsweise besitzt der Kölner Zoo das größte Gehege für Elefanten nördlich der Alpen und bietet den Dickhäutern damit eine riesige Fläche zum Auslaufen. Sie schienen glücklich, wälzten sich umher und umsorgten ihre Kälber. Keine Frage, natürlich unterscheidet sich das Verhalten von Lebewesen in Gefangenschaft von dem Verhalten in freier Wildbahn, aber für uns Laien sah dies soweit in Ordnung aus. Meine Begeisterung hielt sich zwar weiterhin in Grenzen, andere jedoch konnten von den Elefantenbabys gar nicht genug bekommen.

Und dies gilt auch für den Großteil der übrigen Anlagen. Die meisten Gehege bieten augenscheinlich genug Platz für ihre Bewohner und anders als in anderen Zoos waren die Tiere auch meist aktiv und lagen nicht nur in einer Ecke herum, oder liefen an einer Seite des Geheges auf und ab. Zudem befanden sich die Anlagen in einem sauberen Zustand und sahen nicht danach aus, als hätte man sie sich selbst überlassen. Im Gegenteil, fast überall waren Pfleger anwesend.

Die Organisation des Geländes ist übersichtlich und recht stringent aufgebaut, wir haben uns zumindest gut zurecht gefunden, und dies ohne einen Zooplan. Im Allgemeinen ist der Park schön gestaltet und lädt zum Herumschlendern ein, so können schon einmal Stunden vergehen, ohne, dass man es merkt. Verschiedene Imbisse und Ruheplätze bieten Möglichkeiten zu kurzen Pausen und kleinen Picknicks. Man ist also nicht zwangsläufig daran gebunden, sich die Verpflegung vor Ort zu besorgen.

Leider war Hennes VIII. während unserem Besuch lieber mit seinem Futtertrog beschäftigt, als uns und unserer Kamera seine Aufmerksamkeit zu schenken. Dies war irgendwie die Enttäuschung des Tages, auch wenn es den Gesamteindruck nicht schmälerte.

Würde ich den Zoo weiterempfehlen? Ja, schon. Auch wenn die Eintrittspreise recht hoch sind, aber die Haltung der Tiere ist halt kein Zuckerschlecken. Für mich persönlich zumindest war es ausnahmsweise mal ein positiver Zoobesuch.

Außerdem habe ich gehört, dass der Zoo für Dates recht gut geeignet sei. Just sayin’…

Mehr Informationen über den ‚Kölner Zoo‘ findet ihr hier.

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2018-08-20T16:22:19+02:00

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