Loading...

Rheinerlei im Neptunbad

Rheinerlei im Neptunbad

Meistens bin ich ein richtiger Saunamuffel. Und das, obwohl ich selbst schon in einer Wohnung gelebt habe, die eine Sauna besaß. In der ich aber nur dreimal drin war. Okay, die Saunaparty war cool, aber um die Sauna ging es dabei nicht. Sonst kann ich gut und gerne darauf verzichten. Entsprechend gestaltete sich meine Laune vor meinem Besuch im ‚Neptunbad‘. Totale. Lustlosigkeit. Und dann sollte ich mir das auch noch ganz alleine geben. Na dann, das klang nach einer Menge Spaß…

Da ich mir ein überfülltes Bad ersparen wollte, plante ich einen Termin unter der Woche ein. Um 9 Uhr morgens ging es direkt los. Normale Uhrzeit. Toter Autor.
Als ich ankam, waren zwar schon ein paar Leute da, aber ich hatte genügend Platz, um mal meine Gedanken schweifen zu lassen. Von wegen. Wenn schon, denn schon. Ab ins Wasser. Aber Moment mal…

Jetzt war ich alleine in einer Therme, das war ja schonmal neu für mich. Und ich hatte meinen Bademantel noch an, also alles gut. Aber sollte ich hier jetzt wirklich nackt durch die Gegend spazieren? Auf einmal fühlte mich ziemlich unwohl. Ich musste wohl in den sauren Apfel beißen. „Was zierst du dich denn?“, fragte ich mich. „Die anderen sind doch auch nackt.“ Nach anfänglichem Zögern legte ich meine Schüchternheit recht schnell ab und zog meine Bahnen durch den zugegebenermaßen wunderschönen Pool. Und schon war es ein guter Morgen, trotz morgendlicher Miesepetrigkeit.

Danach ging es auf eine der Liegen. Entspannung war angesagt. Plötzlich ergriff mich die Therme und ich ließ mich einfach treiben. In meiner Trance folgte ich irgendwann dem Drachengong zur ersten Saunarunde des Tages und das Aroma, keine Ahnung welches es war, gab mir neue Lebenskraft.

Denkste. Postwendend begab ich mich zurück auf eine der Liegen. Dieses Mal aber auf eine andere, denn: Abwechslung muss sein.

Nachdem ich wieder fast eingeschlafen bin, entschied ich mich kurzerhand, und total motiviert, ich war selbst überrascht, für einen Rundgang durch den gesamten Bereich, um einen Einblick zu bekommen. Ich musste ja noch einen Erfahrungsbericht schreiben. Fast vergessen.

Also testete ich alles einmal kurz durch, oder auch mal länger, und wollte eigentlich gar nicht mehr abhauen. Da ich aber meinen eingeplanten Aufenthalt schon weit überschritten hatte, machte ich mich doch auf den Weg. Doof…

Deswegen: Wer Lust hat, in einer wahrlich anmutigen Atmosphäre zu entspannen, der sollte sich das ‚Neptunbad‘ mal genauer anschauen. Der Preis für einen Tagesaufenthalt ist zwar recht hoch, aber meines Erachtens nach gerechtfertigt. Ich zumindest wäre gerne länger geblieben und dafür ist so ein Tagesticket ja eigentlich auch gedacht. Eigene Verpflegung ist zwar aufgrund des internen Restaurants nicht erlaubt, aber man bekommt nach den Aufgüssen immer mal wieder Obst gereicht, um den Körper auf Touren zu halten.

Für mich ein rundum gelungener Aufenthalt und meine Weiterempfehlung hat das Bad. Daumen hoch.

Fotos: Neptunbad – eigene Fotos aufgrund eigener Nacktheit unterlassen

Diesen Artikel weiterempfehlen:
2018-08-23T10:59:36+02:00